Zwecks Vermeidung von Erstreflektionen wurden an Decken/Seiten Absorber aus Termarock 50 mit Molton und Basotect hergestellt. Damit konnten die RT60 auf 200 ms und die ETC auf unter 20 dB in allen Kanälen reduziert werden. Das Ergebnis ist eine Wiedergabe ohne Kammfiltereffekte. Die räumliche Abbildung der hinteren Kanäle hat sich deutlich verbessert. Wo vorher die Soundkulisse durch den Studioraum verfälscht wurde, hört man nun die gemischten Ambience-Anteile.
Die Raumeinmessung erfolgt an 6 Meß- Positionen durch Audyssey. Die Prüfung der Einmessung mit kalibriertem Meß-Mic und REW stellt die Linearität des LFE sicher. Danach erfolgt das Anpassen der Übernahmefrequenzen (80/90/80), um einen gleichmässigen Übergang auf die Hauptlautsprecher zu erreichen. Die Pegelung des Systems wird mit Rauschen und dem SPL-Meter in REW geprüft.
Die Raumeinmessung mit Audyssey ist nur beim Abhören von Medien aktiv. Beim Mischen und Mastern ist es wichtig, ein Bass-Management zu betreiben, wenn die Raumakustik höhere ÜF verlangt, da ansonsten keine Basskontrolle möglich ist.
Mittlerweile gibt es einige VST zur DAW-Einbindung (z.B. Waves oder Voxengo). In Cubase besteht die Möglichkeit der Einbindung in den Control-Room. Wegen der Raumkorrektur setze ich das BM im Surround-Master.
Eine dezente Raumkorrektur in Cubase erfolgt auf den Einzelausgängen des 5.1-Master. Dabei werden nur Absenkungen vorgenommen. Die Raumkorrektur ist nur in Ergänzung zu Massnahmen der Raum-Akustik anzusehen. Durch die dezente Begrenzung von Überhöhungen können Signale besser herausgearbeitet werden.
Da Mono-Filter auf Surround-Bussen im Control-Room von Cubase nicht gezielt gesetzt werden können, setze ich diese mit dem Bass-Management im Surround-Master. Bei jedem Export oder Re-Recording auf Outboard müssen diese Eingriffe entfernt werden. Die Pegelung der Hauptkanäle erfolgt mit Hilfe von Testsignalen in Cubase und REW.
Studio-Akustik
Zur Verbesserung der Abhörbedingungen wurden Optimierungen durchgeführt, von denen hier einige exemplarisch erklärt werden. Die Massnahmen umfassten:
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Multisub-Anwendung
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Subwoofer-Aufstellung
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Lautsprechererhöhung
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Bass-Traps
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Decken-/Wandabsorber
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Fußbodenreflektionen
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RT60 ca. 200 ms
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ETC > 20 dB
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Raumeinmessung
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Anpassung Übernahmefrequenzen
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Pegelung des Systems
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Bassmanagement in Cubase
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Raumkorrektur in Cubase
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Pegelung in Cubase
Da eine mittige Abhörposition im Raum auch eine geringe Bassanregung bedeutet, wurden 2 Subwoofer installiert, die in verschiedenen Multisub-Aufstellungen verglichen wurden:
Subwoofer mittig vorne/hinten:
+ ausgeglichene Bassverteilung
+ guter Frequenzverlauf
- durchschnitliche RT60
Subwoofer vorne in den Ecken:
+ ausgeglichene Bassverteilung
+ guter Frequenzverlauf
- schlechteste RT60
Subwoofer diagonal:
+ guter Frequenzverlauf
+ beste RT60
- ungleichmässige Bassverteilung
Subwoofer vorne auf 1/4 Position:
- schlechter Frequenzverlauf
- ungleichmässige Bassverteilung
Aufgrund der Mess- und Hörergebnisse wurde die mittige Position entschieden.
Um die Hochtöner der KEF Reference auf Ohrhöhe auszurichten, werden 40mm starke Granitplatten (vom Laminat entkoppelt) genutzt. Damit wurde eine lineare Hochtonwiedergabe erzielt.
Zur Senkung der RT60 im Bassbereich wurden 9 Bass-Traps aus Sonorock angefertigt. Diese wurden mit Malerfolie und Molton/Nessel überzogen.



